Einfach schnell gesund kochen

Schwäbische Spätzle nach Original Rezept kochen

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Spätzle sind die schwäbische Leibspeise schlechthin. Das gilt auch für mich, denn ich bin im Ländle aufgewachsen und somit zählten köstliche selbstgemachte Spätzle immer schon zu meinen Lieblingsspeisen. Spätzle sind keine Nudeln und Spätzle schmecken dem Genießer eigentlich nur selbstgemacht. Dieses Spätzle Rezept ist mein persönlicher Tipp für alle, die gern Spätzle essen, und die die Spätzle etwas bissfest mögen. Der Spätzle Teig wird stets frisch aus Mehl, Eier und Salz gezaubert und das geht ziemlich schnell. Ich mache meinen Teig grundsätzlich ganz ohne Wasser! Hinein kommen nur Mehl, Eier und Salz, sonst nichts! Wichtig ist vor allem die Qualität des Mehls. Ich verwende Spätzle Mehl von der Adlermühle, das ist eine Mehlmischung aus Weizendunst (einem sehr feinen, hellen Grieß) und hellem Dinkelmehl. Der Weizendunst sorgt für den richtigen Biss, das Dinkelmehl für die richtige Bindung der Spätzle.

Der Teig wird dadurch fester und nimmt Wasser wesentlich besser auf. Er sorgt dafür, dass die Spätzle goldgelb und kernig im Geschmack werden. Sie sind nicht so schlabbrig, wie man Spätzle zuweilen kennt. Mit diesem Spätzle Rezept habe ich schon immer alle Gäste zum Schlemmen und Staunen verführt, denn der Unterschied zu normalen Spätzle oder solchen aus dem Kühlregal ist riesig. Zum Zubereiten empfehle ich, den Teil durch eine gute Spätzlepresse direkt in kochendes  Salzwasser zu drücken. Wenn man keine hat oder eher sehr kurze Spätzle bevorzugt, kann man den Teig auch mit einem Messer vom Brett in das sprudelnde Wasser schaben.

Spätzle schmecken sehr gut zu sämigen Soßen, ihre Oberflächenbeschaffenheit prädestiniert sie dafür. Aber die erfindungsreichen Schwaben haben unzählige weiterer Spätzle Rezepte erfunden: Zusammen mit Fleischbrühe, Kartoffeln und Rindfleisch als ‘Gaisburger Marsch’, mit Sauerkraut und Maultäschle als Beilage zu einem köstlichen Rostbraten, als ‘grööschde’ Spätzle in der Pfanne mit einem Ei aufgebacken zu herzhaftem Vesper, mit viel Käse überbacken als kalorienreiche ‘Kässpätzle’ und natürlich der absolute Klassiker Spätzle mit Linsen und Saitenwürstchen.

Neben dem köstlichen Geschmack haben Spätzle in der schnellen Küche noch einen weiteren Vorteil. Sie benötigen nur einen Bruchteil der Kochzeit von Nudeln oder Kartoffeln, nämlich so lange bis sie in kochendem Wasser an die Oberfläche steigen. Meine frischen Spätzle stehen in 10 Minuten dampfend auf dem Tisch!

Zutaten für 4 Portionen

  • 4 mittelgroße Eier
  • ca. 4 Tassen Dinkel oder Weizenmehl.
  • 1 Prise Salz
  • 2 l leicht gesalzenes Wasser zum Garen

So geht’s

  1. Bis 2 Liter Wasser für die Nudeln kochen dauert es etwa 8 Minuten. In dieser Zeit können Sie mit Leichtigkeit den Teig für die Spätzle zubereiten.
  2. Pro Portion Spätzle nimmt man ein mittelgroßes Ei, eine Prise Salz und ca. 1 Tasse Mehl. Vermengen Sie Ei und Salz mit dem Handrührgerät und geben Sie dann nach und nach so viel Mehl dazu, bis der Teig die gewünschte zähe und glatte Konsistenz erreicht hat. Beachten Sie, nicht zuviel Mehl hinzuzufügen, damit der Teil sich noch gut durch die Spätzlepresse drücken läßt.
  3. Inzwischen sollte das Wasser im Topf kochen.  Füllen Sie den Teig portionsweise mit einem Löffel in die Spätzlepresse und drücken Sie die Teigfäden über dem Topf direkt in das sprudelnd kochende Wasser. Wenn die Fäden Ihnen zu lang erscheinen, können Sie diese zwischendurch mit einem Messer von der  Presse abtrennen. Sobald die Spätzle an die Oberfläche steigen schöpfen Sie diese mit einem Schaumlöffel ab und lassen Sie sie kurz in einem Durchschlag abtropfen. Sie werden am besten heiß serviert.
  4. Die übrig gebliebenen Spätzle, es werden aber keine übrig bleiben 😉 , können Sie am nächsten Tag mit Käse im Ofen zu einem Käsespätzle-Gericht verarbeiten.

Guten Appetit!

 

Tipps:

Zum schnellen Reinigen sollten die Spätzlepresse und alle Kochutensilien, an denen Teig haftet, direkt in heißem Wasser eingeweicht werden. Den Teig besser nicht antrocknen lassen!

Wenn Sie sich für eine Spätzlepresse entscheiden, achten Sie auf die Qualität. Auch bei etwas weicherem Teig darf er nicht seitlich herausquellen. Hier können Sie meine Erfahrungsberichte über Spätzlepressen lesen.

 

Historisches über schwäbische Spätzle

Urkundlich erwähnt wurden die Spätzle (hochdeutsche Bedeutung „Spätzchen“) das erste Mal um das Jahr 1725, wobei ihre Geschichte vermutlich noch älter ist. Ursprünglich wurden die Spätzle aus Dinkelmehl hergestellt und waren bekannt als das Gericht armer Leute. Sie wurden auch als Bettellleits Nudla bezeichnet.

In früheren Zeiten wurden die Spätzle übrigens nicht geschabt sondern mit dem Löffel kleine Teigstücke geformt, die dann ins heiße Wasser geworfen wurden. Da die dabei entstehenden Teigstücke eine Form wie kleine Vögelchen hatten, wurden sie nach schwäbischer Mundart als Spätzle bezeichnet. Das ist nur eine Geschichte von vielen über den Ursprung des Wortes Spätzle, aber eine nette!



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