Einfach schnell gesund kochen

Die Küche im Dorf lassen

Neue Küche

Vor 4 Wochen sind wir in unsere derzeitige Bleibe gezogen. Unser Wohn- und Firmensitz befinden sich nun im idyllisch ländlichen Umfeld am Rande von Kiel, im hübschen Dorf Stampe. Unser neues Haus ist reetgedeckt und über hundert Jahre alt. Da dies ein Kochblog ist, interessiert euch vielleicht die Küche am meisten. Sie ist vor allem eines: großzügig!

Wohnküche heißt unser neues – im Dorf und anderswo häufig vertretenes – Raumprogramm und bietet der Familie jede Möglichkeit, den hektischen Kochwilligen abzulenken, in Gespräche oder Spiele zu verwickeln. Grundsätzlich ist das eine durchaus wünschenswerte Situation nur funktional muss die Küche natürlich sein. Davon ist die derzeitige weit entfernt.

Ich suche mich dumm und dusselig, denn die Schränke in der vom Vorbesitzer übernommenen Küche sind großzügig im Raum verteilt, aber geizen mit Stauraum.

Ich vermisse meine 40 cm tiefen Oberschränke. Die schmalen 25cm tiefen vollverglasten Landhausoberschränkchen eignen sich höchstens fürs Kaffeeservice oder für Deko-krimskrams.

Der Unterschrank-Kühlschrank ist unpraktischerweise in Schubladenform. In gekrümmter Haltung muss man von oben im Kühlschrank wühlen und mit Hebelwirkung wie bei der Untertischmontage kleine Schubfächer rausziehen um an die Butter zu kommen, ein Gefühl wie in einem Wühltisch zu graben. Lieber wäre mir ein Model welches mir seinen Inhalt auf Augenhöhe präsentiert.  Um das Chaos komplett zu machen, gibt es einen gläsernen Einbaukühlschrank am anderen Ende des Hauses. Allein durch die unklare Kühlsituation hat sich mein Zeitaufwand fürs Kochen in den letzten zwei Wochen vervielfältigt. Ich weiß nämlich derzeit nie genau, welche frischen Produkte in welchem Zustand sind und wo sie sich genau befinden.

Gestern haben wir beschlossen, dieser Situation ein Ende zu bereiten und eine neue Küche zu planen. Eine tolle Auswahl habe ich online gefunden. Mit super Auswahl, Planungsmöglichkeiten und Überprüfung der eigenen Planung vor Ort.

Ich habe mal wieder festgestellt, wie wichtig es fürs schnelle Kochen im Alltag ist, dass Töpfe und Geschirr schnell zugänglich sind. Töpfe in der Nähe vom Herd, Kochbesteck und Messer ebenfalls. Wohin mit Gewürzen? Natürlich ebenfalls in die Nähe vom Herd, in der schmalen Schrankfläche vor der Abzugshaube (so hatte ich es in meiner letzten Küche) oder im separaten Gewürzregal an der Wand. Das fehlt mir hier noch und ich verliere viele Minuten, wenn ich die Gewürze aus einer schmalen Lade auf der anderen Küchenseite raussuchen muss. Jeder zusätzliche Meter, der mich von Töpfen, Schüsseln und Kühlschrank trennt, verlängert die Zubereitungszeit.

Ich brauche durch die aktuell noch nicht optimale Aufteilung zurzeit wirklich fast doppelt so lang. Das nur mal so am Rande erwähnt. Und wie gesagt, die große Küche allein ist kein Allheilmittel. Ohne optimale Einrichtung ist sie eher kontraproduktiv.

Gläser und Geschirr brauchen nicht so nahe am Herd zu sein wie Töpfe, Besteck, Rührgeräte, Messer, Schüsseln und Gewürze. Vorräte dürfen ebenfalls mehr Abstand halten. Waschbecken und Mülleimer gehören zueinander und sollten nicht weit von Kühlschrank und Arbeitsfläche angeordnet sein. Ebenfalls genial finde ich ein großes Fenster aus dem ich von der Spüle aus blicken kann und vor dem meine Küchenkräuter gedeihen werden. So muss ich nicht immer auf die Terrasse laufen wenn ich mal ein Zweiglein Rosmarin brauche.

Derzeitig schwebt mir obiges Modell vor. Über das Ergebnis werde ich berichten.

 

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