Einfach schnell gesund kochen

Draußen essen macht arm

Nein, ich habe nicht immer täglich gekocht. Im Gegenteil. Ich war auch mal Hobbykoch, mit großen Ambitionen, beeindruckten Gästen und Bergen von Abwasch am Sonntagabend.

Und in der Woche? Vor einigen Jahren ging ich meistens in der Stadt essen, wenn ich unter der Woche Hunger hatte. Mit einem Studio mitten in Düsseldorf war das aber auch kein Problem. Die Auswahl an Restaurants und Imbissen in der Stadt der Werbeagenturen ist dort gigantisch und man kann eine lange Zeit geschmacklich immer wieder etwas Neues erleben.

Immer Essen gehen macht arm :-) Aber immer außer Haus zu essen macht nicht nur dick sondern auch arm… es geht nämlich ziemlich ins Geld, wenn man außer Haus Wert auf gute Küche legt. So habe ich in den 15 Jahren, die ich als Unternehmer in Düsseldorf ansässig war, mindestens 59.000 Euro in Restaurants gelassen. 5 Tage pro Woche à durchschnittlich 15 Euro, inklusive Getränke! Und das ist nur ein Durchschnitt, da sind Pizza Calzones dabei und auch mal eine Nudelsuppe vom Chinamann, aber eben auch der Mittagstisch im guten Steakhaus.

Angelegt mit einer Durchschnittsrendite von 8 % wäre das Geld im Laufe der 15 Jahre zu einem Kapital von 108.000 Euro angewachsen. Und in den letzten 7 Jahren, in denen ich dann schon ausschließlich selbst frisch kochte, hätte ich dieses Geld z. B. bei einem Zinssatz von 4 % in Ruhe auf 142.000 Euro heranwachsen lassen können. Ja, ich weiß, zur Zeit gibt es diese Zinsen nicht, aber das war ja sehr lange der Fall!

Wenn man es so betrachtet, habe ich eine Eigentumswohnung in den Restaurants verprasst! Aber nicht durch exaltiertes Schlemmen sondern lediglich durch einigermaßen anständiges „Außer-Haus Essen“. Hätten Sie das gedacht?

Ja, ich weiß, selbst kochen ist auch nicht umsonst. Deswegen hier noch die Gegenrechnung: ich rechne mit 5 € pro Tag und Person fürs Selbstkochen. Das macht in derselben Hochrechnung etwa 47.000 Euro Anlagevermögen, was man abziehen müsste. Würde die Eigentumswohnung eben etwas kleiner ausfallen!

Aber wenn Sie nicht allein essen, sondern Partner oder Familie haben, dann wird es vermutlich auf Jahre gesehen zu einem freistehenden Einfamilienhaus reichen! Wer noch dabei Kette raucht, legt noch ein Reihenhaus mit dazu.

Eine spannende Rechnung, oder? Und wie viel „verprassen“ Sie zur Zeit in der Gastronomie, beim Bäcker oder Metzger?

Das Thema Geld hat mich persönlich beim Essen allerdings nie sonderlich betroffen, es war eher der Geschmack und das gute Gefühl beim Kochen mit frischen und gesunden Lebensmitteln, der mich dazu brachte, täglich zu kochen. Das würde wahrscheinlich anders aussehen, wenn ich heute noch in einer kleinen Mietwohnung leben würde.

Eine Antwort auf Draußen essen macht arm

  • Hallo,

    das ist kaum zu glauben, dass man so viel Geld in Restaurants lassen kann. Ich denke mir immer „mal wieder lecker essen gehen“, aber ich mach mir bei einem Mal schon Gedanken, ob das Budget ausreicht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich jemals so viel Geld ausgeben werde, dass davon eine Eigentumswohnung zu finanzieren wäre.
    Respekt für diese Leistung 😉

    Ich koche selbst sehr gerne und werde meine Vorliebe auch beibehalten. Ich würde sehr gerne mal einen Michelinstern gewinnen. Ein Bekannter von mir hat es bereits geschafft und er ist kein Koch; er macht es einfach aus Leidenschaft!

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