Mit der Nachricht von verseuchtem Fleisch und Eiern kommt auch die Sorge: Was darf der Verbraucher noch gefahrlos essen, was sollte er meiden? Wer vor der Fleischtheke oder dem Eierregal steht, wird in der Regel die Herkunft der Nahrungsmittel nicht einsehen können. Die Einschätzung der Gefahr fällt dem Verbraucher somit schwer. Wer sich vor Dioxin in den Lebensmitteln schützen will, sollte daher in jedem Falle einige Hinweise bei der Auswahl der Produkte beachten.
Vorweg bemerkt sollte man sich beim Einkauf generell nicht ausschließlich am günstigsten Produktpreis orientieren, sondern gezielt auf Qualität und Herkunftshinweise achten. Oftmals lohnt sich vor dem Kauf ein Preisvergleich, das gilt für Lebensmittel genauso wie für für Haushaltsgeräte. Man muss bezüglich des Dioxin-Skandals nicht panisch reagieren oder gänzlich auf den Verzehr von Eiern und Fleisch verzichten. Lebensmittelbetriebe, die unter dem Verdacht stehen, verseuchte Produkte in Umlauf gebracht zu haben, wurden geschlossen. Es ist somit nahezu unmöglich, ihre Waren noch in den Märkten zu finden. Eine unmittelbare Gefahr besteht daher nicht.
Doch sollten die Lebensmittel auch nicht allzu leichtfertig gekauft werden. Ständig werden neue Namen von Produktionsstätten bekannt, deren Tiernahrung mit Dioxin belastet sein kann. Hierbei lohnt sich der regelmäßige Blick auf die Webseiten der Verbraucherzentralen eines jeden Bundeslandes. Dort sind alle verdächtigen Betriebe aufgelistet. Anhand der Betriebsnummer, die mit dem Zahlencode auf den Eiern verglichen werden kann, lassen sich verseuchte Lebensmittel erkennen. In einem solchen Falle wäre sofort die Leitung des Marktes zu informieren, um die Gefahr zu beseitigen.
Nach dem selben Prinzip sollte auch der Kauf von Fleisch ablaufen. Auf dem Etikett verpackter Waren ist die Herkunft des Tieres sowie seine Aufzucht und Schlachtung vermerkt. Die Fleischproduzenten lassen sich anhand dessen erkennen und wiederum mit den auf den Webseiten des Verbraucherschutzes gelisteten Betrieben abgleichen. Außerdem sollte man eher mageres Fleisch erwerben, um das Dioxin-Risiko zu mindern (das Gift findet man vor allem im Fettgewebe).
Grundsätzlich muss jedoch auf den Verzehr von Fleisch und Eiern nicht verzichtet werden. Lediglich Kinder und Rentner sowie chronisch Kranke sollten ihren Verbrauch etwas reduzieren. Darüber hinaus kann jedoch die Herkunft von Fleisch und Eiern anhand des Erzeuger-Codes abgeglichen werden. Ist dieser nicht einschlägig, ist eine Gefahr durch Dioxin nicht zu erwarten.
Artikel von Jutta Boening
Wir müssen immer auf die Qualität der Waren achten, egal ob es um Nahrungsmittel geht, oder andere Waren.
Toller Artikel Frau Boening, keine Panikmache aber trotzdem sachlich und informativ.
Es kann mich sowieso niemand daran hindern Fleisch zu essen, sonst wander ich nach Argentinien aus!
Wirklich ein guter und informativer Artikel. Leider kann man heute der Industrie nicht mehr so recht vertrauen. Am besten man baut und züchtet wieder alles selbst, wie früher. Dann weiß man jedenfalls mit was man sich da vergiftet.